Quinta Essentia

Diese Art von Arzt“, schreibt er, „kann seine eigenen Medikamente nicht zubereiten, sondern muss diese Arbeit einem anderen überlassen. Er weiß nicht einmal die Farbe der Arzneien, die er verschreibt. Er hat nicht die geringste Ahnung, ob sie weiß oder schwarz, rot oder grau, blau oder gelb sind, oder ob die Arznei heiß, kalt, trocken oder feucht ist. Er weiß nur eines – dass er den Namen der Arznei in seinen Büchern gefunden hat, und er beruft sich auf die Altertümlichkeit seines uralten Wissens und beansprucht das Recht des Vorbesitzes.

Auch hier bin ich versucht, diese törichten Ärzte zu beklagen, deren Gewissen mit einem heißen Eisen versengt ist, die sich nicht im Geringsten um ihre Patienten kümmern und die am Tag des Gerichts für ihre verbrecherische Torheit schrecklich zur Rechenschaft gezogen werden. Dann werden sie den sehen, den sie durchbohrt haben, indem sie das Wohl ihres Nächsten vernachlässigten, während sie sein Geld kassierten, und sie werden endlich sehen, dass sie Tag und Nacht hätten arbeiten müssen, um eine größere Fertigkeit in der Heilung von Krankheiten zu erlangen. Stattdessen verlassen sie sich selbstgefällig auf den Zufall, verschreiben die erstbeste Arznei, die sie zufällig in ihren Büchern finden, und überlassen es dem Patienten und der Krankheit, so gut sie können, miteinander zu kämpfen. Sie machen sich nicht einmal die Mühe, sich zu erkundigen, wie die von ihnen verschriebenen Medikamente zubereitet werden. Ihr Labor, ihr Ofen, ihre Medikamente befinden sich in der Apotheke, die sie selten oder nie aufsuchen. Sie schreiben auf ein Blatt Papier, unter dem Zauberwort „Rezept“, die Namen bestimmter Medikamente, woraufhin der Apothekergehilfe seinen Mörser nimmt und aus dem unglücklichen Patienten herausstößt, was an Gesundheit noch in ihm stecken mag.

‚Ändere diese bösen Zeiten, oh. Gott! Fällt diese Bäume, damit sie nicht in den Himmel wachsen! Stürze diese überheblichen Riesen, damit sie nicht Berg auf Berg türmen und versuchen, den Himmel zu stürmen! Beschütze die wenigen Gewissenhaften, die sich im Stillen bemühen, die Geheimnisse Deiner Schöpfung zu entdecken!

Ich werde alle meine Brüder in unserem Kloster bitten, sich mit mir in ernsthaftem Gebet zu vereinen, bei Tag und bei Nacht, damit Gott die Unwissenheit dieser Pseudodoktoren erleuchte, damit sie die Tugenden verstehen, die er in die geschaffenen Dinge eingepflanzt hat, und damit sie auch lernen, dass sie nur durch jene Zubereitung, die alle schädlichen und giftigen Verunreinigungen beseitigt, offenkundig und wirksam werden können. Ich vertraue darauf, dass Gott unser Gebet erhört und dass zumindest einige meiner Brüder überleben werden, um Zeuge der gesegneten Veränderung zu werden, die dann auf der Erde stattfinden wird, wenn der dicke Schleier der Unwissenheit von den Augen unserer Gegner entfernt und ihr Verstand erleuchtet worden sein wird, um das verlorene Silberstück zu finden. Die Quinta Essentia.Möge Gott, der die Geschicke der Menschen lenkt, in seiner Güte und Barmherzigkeit diese Vollendung herbeiführen.‘

Basil Valentine year 1400

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