Be water my friend – Ein Brief von Prof Jacques Benveniste!🙌🙏

2021/05/13 - Leave a Response

Die digitale Biologie zu erklären ist unmöglich, ohne ihr Prinzip zu erläutern. Der Zweck dieses Textes ist es nicht, über experimentelle Ergebnisse zu berichten. Vielmehr versucht er, Laien in einfachsten Worten diesen radikal neuen Ansatz der Biologie zu erklären. Wir hoffen, dass er für alle nützlich sein wird, ob Wissenschaftler oder nicht, denen es schwer fällt, den „Sprung“ zu machen. Ist es tatsächlich möglich zu glauben, dass die spezifische Aktivität biologisch aktiver Moleküle (z.B. Histamin, Koffein, Nikotin, Adrenalin), ganz zu schweigen von der immunologischen Signatur eines Virus oder Bakteriums, mit einer Computer-Soundkarte aufgezeichnet und digitalisiert werden kann, genau wie ein gewöhnlicher Ton? Stellen Sie sich die Ratlosigkeit von Archimedes vor, der mit einem Telefon konfrontiert wurde und dem gesagt wurde, dass er durch dessen Benutzung auf der anderen Seite der Welt gehört werden könnte, wenn wir nicht die Natur der Schallwellen oder ihre Übersetzung in den Elektromagnetismus erklären würden.

Das Leben hängt von Signalen ab, die zwischen Molekülen ausgetauscht werden. Wenn Sie z.B. wütend werden, „sagt“ Adrenalin seinem Rezeptor, und dieser allein (als treues Molekül spricht es mit keinem anderen), dass es Ihr Herz schneller schlagen lässt, die oberflächlichen Blutgefäße kontrahiert, usw.. In der Biologie werden die Worte „molekulares Signal“ sehr oft verwendet. Doch wenn man selbst die angesehensten Biologen fragt, was die physikalische Natur dieses Signals ist, scheinen sie die Frage nicht einmal zu verstehen und starren einen mit großen Augen an. Tatsächlich haben sie sich eine eigene, streng kartesianische Physik ausgedacht, die so weit wie möglich von den Realitäten der zeitgenössischen Physik entfernt ist und der zufolge ein einfacher Kontakt (Descartes Gesetze des Aufpralls, schnell von Huygens widerlegt) zwischen zwei zusammenwachsenden Strukturen Energie erzeugt und somit einen Informationsaustausch darstellt. Viele Jahre lang habe ich diesen Katechismus geglaubt und rezitiert, ohne seine Absurdität zu erkennen, so wie die Menschheit die Absurdität des Glaubens, dass die Sonne die Erde umkreist, nicht erkannt hat.

Die Wahrheit, die auf Fakten beruht, ist sehr einfach. Sie erfordert keinen „Zusammenbruch der physikalischen oder chemischen Welt“. Dass Moleküle schwingen, wissen wir schon seit Jahrzehnten. Jedes Atom eines jeden Moleküls und jede intermolekulare Bindung – die Brücke, die die Atome verbindet – sendet eine Gruppe spezifischer Frequenzen aus. Spezifische Frequenzen einfacher oder komplexer Moleküle werden dank Radioteleskopen in Entfernungen von Milliarden von Lichtjahren nachgewiesen. Biophysiker bezeichnen diese Frequenzen als eine wesentliche physikalische Eigenschaft der Materie, aber Biologen gehen nicht davon aus, dass elektromagnetische Wellen selbst eine Rolle bei molekularen Funktionen spielen können. Wir können die Worte „Frequenz“ oder „Signal“ (im physikalischen Sinne des Begriffs) in keiner Abhandlung über molekulare Wechselwirkungen in der Biologie finden, ganz zu schweigen von dem Begriff „elektromagnetisch“, dessen Verwendung – zumindest in Frankreich – ein Grund für die Exkommunikation jedes beleidigenden Biologen durch das wissenschaftliche Papstamt wäre…

Wie Archimedes hätte ich gerne eine brillante Idee in meiner Badewanne gehabt: „Heureka, die Schwingungen der Moleküle sind nicht dazu da, damit sie auf einem Samstagabend-Ball Salsa tanzen können; Schwingungen sind ihr Handwerkszeug, das es ihnen ermöglicht, in der Kaskade von Ereignissen, die biologische und wahrscheinlich zu einem großen Teil auch chemische Funktionen steuern, Anweisungen an das nächste Molekül in der Reihe zu senden.“ Leider war dies nicht der Fall. Ich verfolgte einen rein experimentellen Ansatz. Nach acht Jahren Forschung, etwa 1991, zeigten meine Experimente, dass wir mit Hilfe eines Verstärkers und elektromagnetischer Spulen spezifische molekulare Signale übertragen konnten. Im Juli 1995 nahm ich diese Signale mit einem Multimedia-Computer auf und spielte sie ab. Eine Computer-Soundkarte nimmt nur Frequenzen bis etwa 20.000 Hz auf.

Eine Computer-Soundkarte nimmt nur Frequenzen bis zu etwa 20.000 Hz auf. In mehreren tausend Experimenten haben wir Rezeptoren (spezifisch für einfache oder komplexe Moleküle) dazu gebracht, zu „glauben“, dass sie sich in der Gegenwart ihrer Lieblingsmoleküle befinden, indem wir die aufgezeichneten Frequenzen dieser Moleküle abspielten. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, sind zwei Operationen notwendig:

1) Aufzeichnung der Aktivität der Substanz auf einem Computer;

2) „Wiedergabe“ an ein biologisches System, das auf dieselbe Substanz empfindlich reagiert. Es gibt also allen Grund zu der Annahme, dass ein Molekül, wenn es sich in der Gegenwart seines Rezeptors befindet, dasselbe tut: Es sendet Frequenzen aus, die der Rezeptor zu erkennen vermag.

Das bedeutet, dass ein molekulares Signal effizient durch ein Spektrum von Frequenzen zwischen 20 Hz und 20.000 Hz dargestellt werden kann, dem gleichen Bereich wie das menschliche Gehör oder Musik. Seit mehreren hunderttausend Jahren verknüpft der Mensch Tonfrequenzen mit einem biologischen Mechanismus: den Emotionen. Komponisten von Hintergrundmusik für Supermärkte oder Fahrstühle betreiben Neuropsychologie, ohne es zu wissen. Hohe, schnelle Töne erzeugen Leichtigkeit des Geistes, hohe, langsame Töne Süße, tiefe und schnelle Töne wecken den Kampfgeist, während tiefe, langsame Töne ernste Emotionen, Traurigkeit und Trauer hervorrufen. Das sind im Grunde genommen zerebrale physikalisch-chemische Phänomene, die durch definierte Frequenzen ausgelöst werden. Nichts anderes tun wir, wenn wir voraufgezeichnete molekulare Aktivitäten auf biologische Systeme übertragen.

Deshalb kann man die Hypothese aufstellen, dass biologische Systeme wie Radiogeräte funktionieren, nämlich durch Mitschwingung. Stellt man einen Empfänger auf 92,6 MHz ein, empfängt man Radio, weil Empfänger und Sender auf der gleichen Frequenz schwingen. Verändert man die Einstellung ein wenig auf, sagen wir, 92,7, so empfängt man nicht mehr Radio-Dies, sondern Radio-Das diese Fortschritte im Verständnis des innersten Mechanismus der molekularen Erkennung und Signalisierung werfen die Wissenschaft der Biologie nicht um, und noch weniger die der Physik und Chemie. Wir haben nichts von den klassischen Beschreibungen weggenommen, sondern nur einen Schritt nach vorne gemacht, indem wir den vorhandenen Wissensbestand ergänzt haben. Dies ist der normale Verlauf des wissenschaftlichen Fortschritts, und es gibt keinen Grund für sie zu provozieren Verwünschungen und Anathema.

Die elektromagnetische Natur des molekularen Signals wirft Licht auf viele schattige Bereiche der Biologie. Wir können jetzt verstehen, wie Millionen biologischer Moleküle (mit Lichtgeschwindigkeit) kommunizieren können, jedes mit seinem eigenen korrespondierenden Molekül, und nur dieses, die Grundvoraussetzung für das Funktionieren biologischer Systeme… und warum winzige chemische Modifikationen beträchtliche funktionelle Konsequenzen nach sich ziehen, etwas, das „strukturelle“ Biologen nicht erklären können. Mit der Entscheidung, dass nur Strukturen eine Wirkung haben können, finden sich die Biologen in einer vor-newtonschen Welt wieder, in der die Bewegung der Himmelskörper von Ptolemäus in Form von Epizyklen beschrieben wird. Daher die Unfähigkeit der zeitgenössischen Biologie, Antworten auf die großen Pathologien des ausgehenden Jahrhunderts zu geben (mein Artikel in Le Monde, 22. Mai 1996, der bis heute nicht angefochten wurde). Der Übergang von der starren Biologie der Strukturen zu einer der sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegenden Information kann ohne „Revolution“ vollzogen werden. Entgegen der dümmlichen Behauptung wissenschaftlicher Schwätzer bedeutet die Aufzeichnung der Aktivität von Molekülen ebenso wenig die Leugnung ihrer Existenz (schließlich müssen molekülspezifische elektromagnetische Botschaften von bestimmten Molekülen kommen) wie die Leugnung des Massenwirkungsgesetzes, nach dem die Wirkung direkt proportional zur Anzahl der Moleküle ist. Genauso gut könnte man erwarten, dass ein Sänger verschwindet, wenn man seine Stimme aufnimmt! Mit anderen Worten, wir eliminieren weder den Lichtschalter noch die Glühbirne; wir sagen nur, dass ein Draht mit einem Strom von Elektronen die beiden verbindet. Wir befinden uns nicht in einer anderen, elektromagnetischen Welt, die wir an die Stelle der alten molekularen Welt setzen. Wir erfassen, kopieren, übertragen – und werden bald modifizieren – elektromagnetische Signale, die von Molekülen im Laufe ihrer normalen Funktion ausgesendet werden.

Was ist mit dem Wasser bei all dem? Es ist das Vehikel für Informationen. Das lässt sich nicht vermeiden, denn im menschlichen Körper kommen auf ein Eiweißmolekül 10.000 Wassermoleküle. Es gibt auch kein Problem damit; ein U-Boot kommuniziert mit seiner Basis über niederfrequente elektromagnetische Wellen, nicht mit Megahertz-Frequenzen, die das Wasser nicht durchdringen. Wir haben kürzlich sehr einfache Experimente durchgeführt, die zeigen, dass ein Molekül in normaler aktiver Konzentration in einem Medium ohne Wasser nicht funktioniert. Das Hinzufügen von Wasser reicht nicht aus, um die Aktivität wiederherzustellen; es muss „informiert“ werden. Mit anderen Worten: Wenn Moleküle einen biologischen Effekt auslösen, senden sie das Signal nicht direkt weiter. Die letzte Aufgabe übernimmt das perimolekulare Wasser, das das Signal weiterleitet und möglicherweise verstärkt. Schall wird auch nicht direkt von einer Compact Disc erzeugt. Diese trägt Daten, die erst nach der Verstärkung durch ein elektronisches System hörbar werden.

Das „Gedächtnis des Wassers“? Es ist rätselhafter, aber nicht mehr als die Tatsache, dass eine Verbindung, die aus zwei Gasen gebildet wird, bei normaler Temperatur und normalem Druck flüssig sein sollte und sich beim Abkühlen ausdehnt. In Wasser wurden kohärente Domänen mit laserähnlichen Eigenschaften beschrieben (E. del Giudice, G. Preparata, G. Vitiello (1988) ‚Water as a free electric dipole laser‘, Phys. Rev. Lett. 61:1085-1088). In jüngerer Zeit wurde eine einzigartige Art von stabilen (nicht schmelzenden) Eiskristallen, die ein elektrisches Feld aufrechterhalten, in Wasser identifiziert und charakterisiert. Wahrlich, Arbeitslosigkeit sollte für Physiker kein Grund zur Sorge sein! Nichtsdestotrotz ist Wasser nicht unser Gegenstand der Untersuchung. Was uns interessiert, ist nicht die Art des magnetischen Mediums und seine Funktionsweise, sondern die darin aufgezeichnete Botschaft, die kopiert und übertragen werden kann. Angesichts unserer experimentellen Ergebnisse sind wir zuversichtlich, dass wir die physikalische Natur des molekularen Signals aufgeklärt haben. Das Prinzip ist so einfach wie die Explosion einer Mischung aus Luft und Benzin, aber die Konsequenzen sind enorm.

Wir stellen sie an anderer Stelle im Detail vor. Hier ist eine Zusammenfassung:

Derzeit besteht die einzige Möglichkeit, ein Molekül zu identifizieren, darin, eine Probe, die meist invasiv oder sogar zerstörerisch gewonnen wird, in ein Labor zu bringen. Mit der digitalen Methode verfügen wir über ein Signal, das mit klassischen Mitteln der Telekommunikation sofort an das andere Ende der Welt übertragen und dort analysiert werden kann. Mit dieser Methode soll der Nachweis von toxischen Substanzen, Proteinen (Antigene, Antikörper, Prionen) oder molekularen Komplexen (Parasiten, Bakterien, Viren, abnorme Zellen) ohne physische Probennahme möglich werden. Es ist bemerkenswert, dass es derzeit keine in vivo Nachweismethoden für Prionen gibt, mit den bekannten epidemiologischen und wirtschaftlichen Konsequenzen. Der Nachweis von Antigenen und Antikörpern, um nur diesen Bereich zu nennen, stellt einen beträchtlichen Anteil der Tätigkeit klinisch-biologischer Laboratorien dar. Darüber hinaus scheinen einige Ergebnisse darauf hinzudeuten, dass diese Methoden auch in der chemischen Industrie und in der Umweltüberwachung anwendbar sein sollten, z.B. zum Fernnachweis von Mikroorganismen oder Produkten aus gentechnisch veränderten Pflanzen.

Die Fertigstellung dieser Projekte hätte immense Auswirkungen auf die medizinische Diagnostik und die Agro-Lebensmittelindustrie, mit enormen technologischen und kommerziellen Folgen.

Eine letzte Frage: Warum sind Wissenschaftler so gegen die Evolution der Wissenschaft? Ist es, um ihr Revier zu verteidigen? Warum lehnen sie im Namen nicht greifbarer Dogmen, die sich in der Geschichte der Wissenschaft so oft als vergänglich erwiesen haben, Fortschritte ab, die für ihre Disziplin einen Fortschritt darstellen? Scheinen diese Fortschritte ihre allzu fragilen Gewissheiten zu bedrohen? Solche Fragen sind nicht nur philosophisch, denn diese Leute sind angesehene Ratgeber, Berater von politischen und industriellen Entscheidungsträgern. Sie orientieren sich – meist durch Behinderung – an neuen Anwendungen, die sich aus dem wissenschaftlichen Fortschritt ergeben.

Ich weiß nicht, woher diese mentalen Blockaden kommen aber sie sind, zumindest theoretisch, unvereinbar mit der Funktion eines Wissenschaftlers. Hier ist ein Zitat (übersetzt aus der französischen Ausgabe der Encyclopedia Universalis, entnommen aus dem Artikel über Mechanismus), das leider zeigt, dass diese Blockaden ewig sind:

Wir haben ein gutes Beispiel für das Dilemma des „Mechanismus“ in der Opposition der Cartesianer gegen die Newtonsche Weltsicht, die ihrer Meinung nach die neue Wissenschaft völlig in Frage stellte und das wissenschaftliche Denken auf ein Niveau unterhalb dessen zurückwarf, was der „Mechanismus“ bereits erreicht hatte. Das Problem besteht für Descartes darin, dass Bewegung nur möglich ist, wenn es Kontakt und impulsive Kraft gibt; Aktion auf Distanz – Anziehung, wie Fontenelle sagen sollte – kann nur eine Rückkehr zu einer Physik der sympathischen Bewegung und der okkulten Attribute bedeuten…Auf diese Weise verwickeln sie Newton nicht in eine wissenschaftliche Kontroverse; sie disqualifizieren ihn wegen Obskurantismus. So widersetzte sich die französische wissenschaftliche Gemeinschaft lange Zeit der Newtonschen Theorie oder würde sie am liebsten ignorieren…Aber der „Mechanismus“, der ein Hindernis für den wissenschaftlichen Fortschritt darstellt, bleibt blockiert. Zweifellos ist Newton weniger ein Gegner des „Mechanismus“, als dass er durch die Provokation eines totalen Bruchs ein anderes Modell der physikalischen Mechanik vorschlägt, in dem andere Bewegungen als die durch Triebkraft erzeugten möglich werden.

Vier Jahrhunderte später hören wir die gleichen Worte: „Es muss Moleküle geben“ (François Jacob), d.h. einen Kontakt, einen zwangsläufigen Impuls, so unsere Weisen der Wissenschaft, die noch immer im kartesischen mechanistischen Dogma erstarrt sind: dieselbe Leugnung der Fernwirkung und dieselben Anschuldigungen einer Rückkehr zum Obskurantismus.

Descartes gegen Newton. Wir befinden uns in guter Gesellschaft…

8. Januar 1998; mod. 14. Juni 1998

J. Benveniste

Klicke, um auf Understanding%20Digital%20Biology.pdf zuzugreifen

Krafttraining für Frauen – Macht nicht männlicher sondern Schlanker!

2019/06/08 - 2 Antworten

Viele Frauen wollen immer noch kein Krafttraining machen, weil Sie denken Sie sehen danach männlicher Aussehen und riesige Muskeln bekommen!Das ist ein Mythos!Mit diesem Artikel und bei meinem Womens Special Seminar am 22/23.6.19 kläre ich über diese Fehleinschätzungen auf!Eine neue Studie zeigt einige wichtige Details zum Thema Krafttraining und Fettabbau.

Die Studie

Die Forscher liessen 31 Frauen im Alter von 24-32 Jahren für 6 Monate Krafttraining durchführen.Das Training wurde vier mal pro Woche ausgeführt und dauerte etwas weniger als eine Stunde.Danach machten Sie eine halbe Stunde Ausdauertraining.Am 5 Tag machten Sie eine Stunde Ausdauertraining.Der Zyklus oder die Einnahme von Verhütungsmitteln wurde dabei nicht berücksichtigt.Den Einfluss von Verhütungsmitteln und des Zyklus auf die körperliche Entwicklung von Frauen lernt Ihr im Womens Special.

Die erste Tabelle zeigt,die Veränderung der Trockenmasse die zweite die Veränderung der Fettzellen.

Die 6 Monate Training,führten zu einer geringen Zunahme der Trockenmasse um gerade mal 2%.Diese Zunahme zeigte sich in den Beinen.Aber keine Angst Frauen bekommen durch Krafttraining keine dicken Beine.Andere Studien zeigten bei ähnlichem Trainingsverhalten eine Abnahme des Oberschenkelumfangs an den Beinen.Vor allem wenn Ihr wisst,wie Ihr die Östrogene und die anderen Hormone steuert.Eine Östrogendominanz führt immer zu dicken Beinen!

Die Fettabnahme war grösser. Es wurden beinahe 10% Körperfett reduziert.Arme und der Rumpf waren die Stellen wo die Frauen am meisten Abnahmen.Aber kaum an den Beinen.Warum das so ist,bringe ich euch am 22/23.6.19 bei.Um Frauen eine Fettabnahme an den Beinen zu ermöglichen müssen die hormonellen Parameter wie zB die Östrogenwerte beachten.

Zusammenfassung

Um die Daten besser zu verstehen,müssen wir auf diese Tabelle schauen.Sie vergleicht die Körperkomposition von jungen Erwachsenen Männern und Frauen.

Frauen haben im Schnitt 43kg Trockenmasse und Männer 63kg.Frauen haben im Schnitt 25kg und Männer 15kg.

Dieser Unterschied zeigt,dass Frauen immer etwas mehr Fett haben als Männer.Das heisst aber nicht,das sie dieses Fett nicht reduzieren könnten.Der Grund für die Fettabnahme bei gleichzeitig nur einer 2%igen Zunahme der Trockenmasse liegt in der hormonellen Situation begründet!Frauen reagieren auf Krafttraining nicht mit einer Testosteron Ausschüttung,sondern mit einer Erhöhung der Wachstumshormone.Und diese sind nicht anabol sondern verbrennen dadurch mehr Fett.Und auch der Haarwuchs bleibt normal.Ich freue mich euch am 22/23.6.19 in Wuppertal beim Womens Special begrüssen zu dürfen!Dort lernt ihr auch viele weitere Details über den weiblichen Stoffwechsel und Top Tools um diesen positiv zu beeinflussen.

Ich freue mich auf euch!

info@kraft-gesundheit.de

Alle Details der Studie findet ihr hier:

https://www.physiology.org/doi/full/10.1152/jappl.2000.88.6.2251

Körperfett – Entzündungen – Autoimmunerkrankungen

2018/04/01 - 2 Antworten

Viel Spass beim Lesen!!!

Menschen mit zu viel Körperfett haben mehr Infektionen,Diabetes,Gelenkerkrankungen und auch Autoimmunerkrankungen.Typische Beispiele sind Rheumatoide Arthritis,Lupus,Reizdarm,MS,Hashimoto,Typ 1 und 2 Diabetes sowie Psoriasis.Aber wie sehen die Zusammenhänge genau aus?Hier ein Schaubild.


Obesity in autoimmune diseases: Not a passive bystander. Autoimmunity Reviews 13 (2014) 981–1000

Es zeigt sich,dass Bauchfett ansich Krankheiten auslösen kann.Vor allem das Vizerale Fett.Dieses tiefe,im Bauchraum liegende Fett liegt nah an den Organen und kann wichtige Gefässe umschliessen, und so Gift, sowie Botenstoffe die Entzündungen Fördern,direkt in die Organe bringen.

Im Gegensatz zum subkutanem Fett wie zB an den Oberarmen, zieht viszerales Fett Makrophagen und Lymphozyten an. Diese Schütten dann Entzündungsmediatoren(Interleukine usw) aus!Die Entzündungen führen zu einer Zunahme des Bauchfetts und mehr Bauchfett bedeutet wieder mehr Entzündungen!Ein Teufelskreis!Der Apfeltyp ist das perfekte Beispiel für so eine Stoffwechsellage!
Körperfett erhöht die Entzündungen auf 4 Arten:

1.Mehr Leptin Ausschüttung
2.Mehr Hypoxie im Fettgewebe

3.Reduzierte Adiponektin Ausschüttung

4.Mehr Ausschütung und Produktion von Entzündungsmediatoren

Ursprünglichen Post anzeigen 534 weitere Wörter

Das Mikrobiom und Neurodegenerative Erkrankungen

2017/12/23 - Leave a Response

Forschungen der letzten 20 Jahre haben gezeigt,dass das Mikrobiom die Gesundheit auf viele verschiedene Arten beeinflusst.Die Immunfunktion,die Entgiftung,der Stoffwechsel und auch die Resistenz gegen Infektionen hängen vom Mikrobiom ab.Sogar Alzheimer und Parkinson und andere neurodegenerative Krankheiten werden durch Veränderungen des Mikrobioms begünstigt.

Forschungen über die Vielzahl von Mikroben die den menschlichen Körper bevölkern nehmen in den letzten Jahren massiv zu.Die Analyse der Genome zeigt die volle Bandbreite an Bakterien,Viren,Pilzen,Archaea und Parasiten im Darm.

Kürzlich haben Forscher untersucht wie Proteine und andere Metaboliten der Bakterien und Mikroben das Gehirn beeinflussen. Die Verbindung zwischen Darm und Hirn

wird die Darm-Hirn-Achse genannt.

Es ist klar das das Verklumpen und das Falten

von Amyloid Eiweissen im

Gehirn mit der Entstehung von Parkinson,Alzheimer und Der Amyotropen Lateralen Sklerose Zusammenhängt.

Neue Studien zeigen,das diese Proteine,die von Darmbakterien produziert werden,die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen begünstigen können.

In einer Studie die im Jahr 2016 veröffentlicht wurde,zeigten Friedland et al,das E Coli Bakterien im Darm und Gehirn von Ratten Amyloide produzierten.

Wie wirken diese Mikroben noch auf den Körper?

1 Die Mikroben modulieren Immunprozesse im ganzen Körper.Auch im Nervensystem.

2 Die Mikroben induzieren oxidative Prozesse und Entzündungen

3 Metaboliten die von den Mikrobiotika produziert werden,können sowohl nützlich als auch schädlich sein.

4 Die Genetik des Wirts beeinflusst die Mikrobialen Populationen,was zeigt das die Darm-Hirn-Achse bidirektional funktioniert.

Was könnt ihr machen um diese Systeme zu Optimieren?

REMOVE – Verzicht auf schädliche Lebensmittel

In diesem ersten Schritt geht es darum, auf alles was dem Magen-Darm-Trakt schadet zu verzichten. Entzündungshemmende und reizende Produkte wie Alkohol, Koffein und Drogen werden gemieden. Auch Nahrungsmittel, die Infektionen verursachen können, werden aus dem Ernährungsplan gestrichen. Zu den entzündungsfördernden Nahrungsmitteln gehören all jene, die auch Unverträglichkeiten auslösen:

• Gluten

• Milchprodukte

• Mais

• Soja

• Eier

• Zucker

REPLACE – Ersetzen

Der Körper benötigt verschiedene Substanzen für eine gute Verdauung und die korrekte Aufnahme der Nährstoffe. Bei der Einnahme von Medikamenten, einer Diät, Krankheit oder durch das Älterwerden kann es vorkommen, dass diese aufgebraucht werden. Deshalb ist es sehr wichtig, diese Substanzen mit der Ernährung aufzunehmen, um eine gute Verdauung zu garantieren. Es handelt sich um folgende Stoffe:

• Verdauungsenzyme

• Säuren

• Gallensalzsäuren

REINOCULATE – Restauration der Darmflora

Es ist sehr wichtig, die guten Bakterien im Darm wieder herzustellen, damit diese richtig arbeiten können. Dies kann man durch den Konsum von probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln, die die notwendigen Bakterien enthalten, erreichen. Dazu gehören beispielsweise Bifido-Bakterien und Lactobazillen. Der Konsum von Ballaststoffen sollte ebenfalls erhöht werden.Die Einnahme eines guten Probiotikums ist sehr zu Empfehlen.

REPAIR – Reparieren des Darms

Der letzte Schritt des 4 R Programms konzentriert sich auf die Sanierung des Darms durch Nahrungsmittel mit essentiellen Nährstoffen. Der Darm benötigt verschiedene Stoffe, um gut zu funktionieren.L-Glutamin ist eine Aminosäure, die dazu beiträgt, die Auskleidung der Darmwände zu verbessern. D3 schliesst die Darmwand ebenfalls.

Außerdem benötigt der Darm weitere Nährstoffe wie Zink, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin A, C und E sowie Pflanzen wie die Ulme oder Aloe Vera.

Robert P. Friedland, Matthew R. Chapman. The role of microbial amyloid in neurodegeneration. PLOS Pathogens, 2017; 13 (12): e1006654 DOI: 10.1371/journal.ppat.1006654

T.Harach,N.Marungruang, N. Duthilleul, V. Cheatham, K. D. Mc Coy, G. Frisoni, J. J. Neher, F. Fåk, M. Jucker, T. Lasser, T. Bolmont. Reduction of Abeta amyloid pathology in APPPS1 transgenic mice in the absence of gut microbiota. Scientific Reports, 2017; 7: 41802 DOI: 10.1038/srep41802

Floris Fransen, Adriaan A. van Beek, Theo Borghuis, Sahar El Aidy, Floor Hugenholtz, Christa van der Gaast – de Jongh, Huub F. J. Savelkoul, Marien I. De Jonge, Mark V. Boekschoten, Hauke Smidt, Marijke M. Faas, Paul de Vos. Aged Gut Microbiota Contributes to Systemical Inflammaging after Transfer to Germ-Free Mice. Frontiers in Immunology, 2017; 8 DOI: 10.3389/fimmu.2017.01385

Chlorella in der Schwangerschaft!?

2017/12/09 - Leave a Response

 Chlorella ist eine einzellige grün-blaue Alge.Mittlerweile hat sie den Ruf eines Supernahrungsmittels erlangt.

Unabhängig von ihrem sehr grossen Nährstoffgehalt,wurde immer wieder über die Entgiftungseigenschaften dieser Alge Diskutiert.Sie soll Dioxin und Quecksilberwerte senken und diese Gifte Mobilisieren.Die Frage ist ob diese Gifte dann in das Kind gelangen können und ob Chlorella in der Schwangerschaft gesund für die Mutter und das Kind ist.

Besteht also eine Gefahr durch die Einnahme von Chlorella in der Schwangerschaft?

Dioxine sind Chemikalien die sehr giftig für den Menschen sind.Sie können das reproduktive System schädigen,Entwicklungsstörungen auslösen,das Immunsystem schädigen,hormonelle Verschiebungen herbeiführen und sogar Krebs verursachen.Durch die Einnahme von Chlorella wurde in Studien die Abnahme von Dioxin in der Muttermilch bewiesen (1).

Die Chlorella Supplementierung reduziert nicht nur die Dioxinwerte in der Muttermilch sondern hat auch positive Effekte auf die Entwicklung des Immunsystems bei gestillten Kindern,da es die IgA Werte in der Muttermilch erhöht (2).

Weiter wurde gezeigt,dass Chlorella die Anämie und den Bluthochdruck in der Schwangerschaft verbessern kann (3).In der Milch von Müttern die Chlorella nehmen werden mehr Antioxidantien nachgewiesen.Dazu gehören Zeaxanthin,Beta Carotin und Lutein (4).Tierstudien die den Quecksilbertransport durch die Muttermilch untersuchten zeigten,dass Chlorella den Quecksilbertransport zum Fötus Unterdrückt.Gleichzeitig verhindert es die Quecksilberaufnahme im Gehirn der Mütter (5).

Die optimale Dosierung liegt bei 4-6g pro Tag!

Basierend auf der aktuellen Datenlage scheint Chlorella für Schwangere sicher und nützlich zu sein.Bitte sprecht immer mit eurem Arzt bevor Ihr Supplemente in der Schwangerschaft einsetzt.

1. Nagayama, J., Noda, K., Uchikawa, T., Maruyama, I., Shimomura, H., & Miyahara, M. (2014). Effect of maternal Chlorella supplementation on carotenoid concentration in breast milk at early lactation. Int J Food Sci Nutr. doi: 10.3109/09637486.2014.898257

2. Nakano, S., Noguchi, T., Takekoshi, H., Suzuki, G., & Nakano, M. (2005). Maternal-fetal distribution and transfer of dioxins in pregnant women in Japan, and attempts to reduce maternal transfer with Chlorella (Chlorella pyrenoidosa) supplements. Chemosphere, 61(9), 1244-1255. doi: http://dx.doi.org/10.1016/j.chemosphere.2005.03.080

3. Nakano, S., Takekoshi, H., & Nakano, M. (2007). Chlorella (Chlorella pyrenoidosa) supplementation decreases dioxin and increases immunoglobulin a concentrations in breast milk. J Med Food, 10(1), 134-142. doi: 10.1089/jmf.2006.023

4. Nakano, S., Takekoshi, H., & Nakano, M. (2010). Chlorella pyrenoidosa Supplementation Reduces the Risk of Anemia, Proteinuria and Edema in Pregnant Women. Plant Foods for Human Nutrition, 65(1), 25-30. doi: 10.1007/s11130-009-0145-9

5. Uchikawa, T., Maruyama, I., Kumamoto, S., Ando, Y., & Yasutake, A. (2011). Chlorella suppresses methylmercury transfer to the fetus in pregnant mice. J Toxicol Sci, 36(5), 675-680.

Die Hashimoto Gift Connection

2017/11/17 - Eine Antwort

Schilddrüsenprobleme nehmen immer weiter zu. Die Ursachen für Schilddrüsenprobleme sind vielfältig Genetik(Polymorphismen u. a. der Gene MTHFR 677 C/C und COMT A/A) gesteigerte Jod-Exposition(RASOOLY et al. 1996, ROSE et al. 1997, 2002,Nährstoffmängel wie zB D3 oder Selen, Entzündungen,Virale oder bakterielle Entzündungen, hormonelle Verschiebungen(Progesteron/Östrogene), oder auch Probleme mit den Nebennieren. Was viele aber nicht Wissen ist,dass es eine toxikologische Ursache für Hashimoto und Schilddrüsenprobleme gibt. Gestern sprach mich eine Frau an. Sie sagte Ihre 9 jährige Tochter hat Hashimoto. Da die oben genannten Gründe bei Kindern häufig kaum eine Rolle Spielen, fragte ich Sie nach Ihren Wohnorten,Arbeitsplätzenusw!Ich machte eine kurze Befragung zum Thema Giftexposition. Zuerst kamen normale Informationen. Dann sagt ich zu Ihr Sie solle mir mal was über Pestizide erzählen….Und BINGO!Sie hatten einen Gärtner der Pestizide versprüht hat, wenn das Kind und der Babyhund im Garten spielten. Der Hund ist gestorben,das Kind ist krank! Pestizide, Metalle,Schwermetalle,Plastizide und auch Keramikpartikel sind extrem toxisch für den Körper. Toxine führen zu Entzündungen der Zellmembranen, schaden den Rezeptoren an denen die Schilddrüsenhormone andocken,und können auch Östrogenähnliche Wirkungen entfalten.

Was sind die 5 schlimmsten Gifte für die Schilddrüse?

PCB und Dioxine werden meistens durch Fisch oder Nahrung aufgenommen. Bei Kindern gerne durch das Spielen auf Holzgerüsten(Warum verrotten die Spielplätze nicht? Dioxinhaltige Farbe ist die Antwort). Pestizide und Schwermetalle sowie BPA und Hallogene sind ebenfalls stark giftig für den Körper.

PCB und Dioxine kommen meistens in Fleisch und Geflügel vor. Studien zeigen, dass diese Toxine Enzyme in der Leber verändern, das für die Aktivierung von Schilddrüsenhormonen wichtig ist. Sie zerstören aber auch direkt das Gewebe der Schilddrüse. Eine aktuelle Studie aus dem American Journal of Epidemiology zeigt, dass Frauen die Männer Heiraten die Pestizide verwendet haben, eine doppelt so hohe Rate an Schilddrüsenerkrankungen zeigen. Frauen aus Gegenden wo keine Pestizide versprüht werden sind deutlich weniger betroffen. Sie ziehen dann in die Gebiete wo die Männer in der Landwirtschaft Arbeiten, und werden dort erheblichen Mengen Gift ausgesetzt. Das gleiche passiert uns allen jeden Tag in unterschiedlicher Form. Das Duftspray im Auto,die neue Creme gegen Falten,die leckeren Erdbeeren aus Spanien uswusw!

Schwermetalle
Cadmium,Blei und Quecksilber stehen in enger Verbindung mit Schilddrüsenproblemen.Quecksilber hat eine hohe Affinität für Selen und bindet sich so an die Hormonrezeptoren. Und die Rezeptoren der Schilddrüse sind Selen-Rezeptoren. Quecksilber leert die Selenspeicher und kann Autoimmunreaktionen Auslösen.

BPA

Meistens kommt BPA in Plastik und Kosmetika vor. Sie Schaden ebenfalls der Schilddrüse. Wie Komplex diese Vorgänge sind zeigt dieses Schaubild.

bpa and hormones

Halogene
Fluorid, Brom und Chlorin sind sogenannte Goitrogene, weil sie die Schilddrüse vergrößern können(Goiter=Kropf). Diese Chemikalien ähneln sehr dem Jodmolekül und können somit die Jodrezeptoren der Schilddrüse blockieren. Fluoride befinden sich in Zahnpasta und Fluoride werden mit dem Chlorine dem Trinkwasser beigemischt. Ein weiterer Grund sich einen Wasserfilter zu Kaufen. Leogant macht zB hervorragende Filtersytsteme.

Brom ersetzte in den 80iger Jahren das Jod im Brot und befindet sich in Softdrinks wie Gatorade und MountainDew.

Zelluläre Entzündungen

Eine entzündete Zelle kann Nährstoffe nicht optimal Verstoffwechseln. Dies verschlechtert weiter die Zellfunktion. Die Entgiftungsprozesse der Zelle werden gehemmt was dann Gene aktiviert die dann zu Hashimoto führen und die Zellrezeptoren zerstören. Damit können die hormonellen Signale nicht mehr verarbeitet werden.

Ihr seht also, das eine Menge Gründe für die Entgiftung des Körpers gibt. Ihr solltet dieses Thema schon ernst nehmen, bevor die ersten Symptome auftreten. Bald gibt es mehr Informationen zu diesen Themen in einem Podcast

thyroid autoimmun

Hier für alle die immer noch Glauben die Gifte sind eine reine Erfindung und es gibt keine Datenlage:

Scantz SL, Widholm JL. Cognitive effects of endocrine-disrupting chemicals in animals. Environ Health Perspect. 2001;109(12):Langer P et al. Possible effects o fpolychlorinated biphenyls ad orgaochlorinated pesticides on the thyroid after long-term exposure to heavy environmental pollution

J Occup Environ Med 2003;45:Koopman-Esseboom C et al. Effects of dioxins and polychlorinated biphenyls on thyroid hormone status of pregnant women and their infants. Pediatr Res. 1994;36;

Vom Saal FS, Hughes C. An extensive new literature concerning low-dose effects of bisphenol-A shows the need for a new s=risk assessment. Environ Health Perspect. 2005; 113(8):

Osius N et al. Exposure to polychlorinated biphenols and levels of thyroid hormones in children. Environ Health Perspect. 1999, 107(10):

Soldin QP, O’Mara DM, Ascher M. Thyroid hormones and methylmercury toxiciity. Biol Trace Elem Res. 2008;126(1-3):1-12.

Krafttraining zur Verletzungsprävention im Fussball!

2017/09/30 - Leave a Response

Fussballer die Krafttraining machen werden nicht nur Schneller und haben eine bessere Agilität sondern Verletzten sich auch weniger. Wissenschaftler am Institut für Sport und Übungsphysiologie in Tunesien zeigten das jetzt im Journal of Strength and Conditioning Research.

Die Studie
Die Wissenschaftler teilten 52 junge Fussballer im Alter von 13-14 Jahren in 2 Gruppen auf.Eine machte von September bis März zwei Mal pro Woche Krafttraining und die Kontrollgruppe machte kein Krafttraining. Damit es zu keinem Übertraining kommt hatte die Krafttrainingsgruppe alle 3 Wochen eine Woche Erholung.Jede Trainingseinheit dauerte 90 Minuten und bestand aus klassischen Übungen und plyometrischen Übungen.Die Trainingseinheiten wurden so gestaltet,dass sie Übungen zur Verletzungsprävention enthielten.
Die Ergebnisse
Die Gruppe die kein Krafttraining machte,Verletzte sich 3.25 Mal häufiger als die Krafttrainingsgruppe.Das Krafttraining schützte die Fussballer auch vor Knöchelverletzungen!!!IMG_0191

Zu beachten ist,dass die Anzahl von Muskelverletzungen bei 0 gelegen hat.Die muskulären Verletzungen des Oberschenkela gehören zu den häufigsten Verletzungen im Fussball!

Bilder von http://www.fussballverletzungen.com

Es gibt einige weitere Studien zum Thema Krafttraining zur Leistungssteigerung und Verletzungsprävention im Fussball!

Ein individuelles auf sinnvollen Diagnostiken beruhendes Trainingsprogramm verhindert Verletzungen und steigert die Leistung auf dem Platz deutlich.Der Functional Movement Screen und Core Training gehören definitiv nicht zu den sinnvollen Massnahmen.

Work Rest Ratio und die Entwicklung Fussballspezifischer Fitness!

2017/07/20 - Leave a Response

Im Fussball ist es wichtig die Energiebereitstellung für eine Belastungs/Erholungsrelation von 1:7 zu Trainieren. Wenn der Fussballer also zB 5 Sek Sprintet folgt eine Phase von ca 35 Sek in der er geht oder Joggt.

Leider Trainieren viele Clubs ein Belastungs/Erholungsverhältniss von 1:1 oder 1:2 aber selten 1:7.

Ein weiterer Fehler ist es,erst die aeroben Energiesysteme zu Trainieren.Joggen für 45-60 Min. zu Beginn der Vorbereitung und dann Sprints gegen Ende der Vorbereitung machen langsam und schwerfällig.Die Grundannahme das diese anaeroben Trainingsformen richtig sind,beruht auf der Beobachtung der reinen Spielzeit von 90 Minuten.Aber die Fussballer Joggen keine 90 Minuten um den Platz und Gewinnen so das Spiel.

Bei einer Untersuchung eines 90 Minütigen Fussballspiels im Profibereich wurde gemessen das die Spieler 17% (15 min.) Stehen,42% (38 min.) Gehen, 16% (14 min.) Joggen, 25% (22 min.) Laufen und 2 Minuten Sprinten.Durch die geringe Zeit im Sprintbereich nehmen viele Trainer an,dass das Joggen wichtiger ist als das Sprinten.Aber es kommt genau auf die Sprints,Richtungswechsel,Sprünge und alle anderen explosiven Bewegungen an.Ronaldo verdient nicht mit 90 Minuten Joggen sein Geld,er ist explosiv und sehr Sprintstark.Die explosivsten und schnellsten Spieler entscheiden das Spiel und verdienen das meiste Geld,nicht die die am besten Joggen.Durch dieses aerobe Training  entsteht ein Auto mit einem riesen Tank und 5PS Motor.Wir wollen aber ein Auto mit 500PS und 500 Liter Tank.Also viel Power für lange Zeit ohne zu Ermüden. Es wird also die Fähigkeit Trainiert,lange und langsam zu Laufen….Ausserdem werden so die Slow Twitch Fasern vor den Fast Twitch Fasern belastet.Die Explosivität,Sprungkraft,Sprintgeschwindigkeit usw werden allesamt schlechter.Und zum Teil sind diese Verschiebungen irreversibel.

Es muss also in der frühen Vorbereitung mit kurzen Sprints von 5-10Sek Dauer begonnen werden,und diese Sprints werden dann immer länger bis zu einer maximalen Sprintdauer von zB 30 Sek.!Wir beginnen also mit einem Arbeits/Erholungsverhältniss von 1:12,dann 1:7,1:5,1:3 und dann am Ende der Vorbereitung zu 1:1(aerobe Ausdauer). Vor allem die Fähigkeiten schnell zu Beschleunigen,zu Springen,die Richtung zu Wechseln ohne zu Ermüden wird so optimal Trainiert.

Wenn Ihr also Fussballer seit,solltet Ihr zu Beginn der Vorbereitung eher kurze Sprints machen und gegen Ende eher länger Laufen.

Woche 1 

W/R Ratio 1:12

20 Sprints mit 5 Sekunden Belastung und 60 Sek Pause

Woche 2

W/R Ratio 1:7

15 Sprints mit 10 Sek Belastung und 70 Sek Pause

Woche 3

W/R Ratio 1:5

15 Sprints mit 15 Sek Belastung und 75 Sek Pause

Woche 4

W/R Ratio 1:2

15 mal 1 Minute Sprint mit 2 Minuten Joggen

Woche 5

W/R Ratio 1:1

15 mal 1 Minute schnelles Laufen mit 60 Sekunden Pause

Woche 6 

W/R Ratio 1:1

10 mal 2 Minuten schnelles Laufen mit 2 Minuten Joggen

Da Fussball multidirektional ist,sollten die Sprintmuster Variiert werden.

Im Fussball kann die sportartspezifische Kondition auch hervorragend mit einer Variation der Spielfeldgrösse und der Spieleranzahl Trainiert werden.Also  kleine Spielfelder mit wenig Spielern bis hin zu grossen Feldern und mehr Spielern.Zum Beispiel 5 mal 5 Meter und 3vs3 Spieler.Diese Methode hat in Studien hervorragende Ergebnisse im Bereich der Fussballspezifischen Ausdauer gebracht. 

DER LAKTAT-MYTHOS

2017/07/15 - Leave a Response

Der Laktat Mythos

von Daniel Knebel und Tom Geitner

Die Vorbereitung in allen Fußball Ligen auf die neue Saison ist in vollem Gange.

Wie jedes Jahr führen alle Vereine diverse Tests mit Ihren Spielern durch. Wenn man oft im Internet Videos davon sieht, stellt sich die Frage, was viele Tests mit den Anforderungen der Muskulatur, Energiesystem etc. mit Fußball zu tun haben.

Ein immer noch sehr beliebter Test ist der sog. Laktat Feldstufentest. Doch ist dieser Test noch zeitgemäß bzw. Aussagekräftig??

Betrachten wir das Ausdauerleistungsprofil im Fußball an:

Fußball ist eine azyklische Sportart was bedeutet, dass die Sportart geprägt von kurzen intensiven Antritten, Abbremsen, Richtungswechsel, Sprüngen und Schüssen / Pässen ist.

Ein Spieler läuft im Schnitt ca. 9-13 km pro Spiel. Von der Gesamtlaufdistanz bestehen ca. 80% aus Stehen, gehen oder traben. Die anderen 20% bestehen aus kurzen und intensiven Antritten, Richtungswechsel, Abbremsen, Sprünge und Schüsse. Dies bedeutet, dass mit diesen 20% in der Regel Spielentscheidende Aktionen durchgeführt werden.

In einem 90-minütigen Spiel führt ein Spieler ca. 1400 Kurzzeitaktionen durch. Umgerechnet wären das ca. alle 3,5 – 5 Sekunden eine Aktion.

Kurz gefasst es geht darum, eine schnell Regenerationsfähigkeit zwischen den Aktionen zu besitzen aber auch die Sprintwiederholungsfähigkeit (Sprints durchzuführen ohne müde zu werden) ist eine entscheidende Komponente.

Oft werden die Laktattests unter verschiedenen Bedienungen durchgeführt. Die meisten Vereine führen den Test auf der Tartanbahn durch. Wieder andere wie derzeit u.a. der FC Liverpool läuft auf dem Rasen im Kreis und wieder andere auf dem Laufband. Dabei führt allein die Durchführung auf dem Laufband bei Spielern, die das laufen auf dem Laufband nicht gewöhnt sind zu einem erhöhten Verletzungsrisiko. Auch die Tatsache das hier noch weniger Transfer was die Bedienungen angeht stattfindet als ohne hin schon.

Ein nächster wichtiger Faktor ist, dass bei der Durchführung des Laktattests alle Spieler egal welche Position die gleichen Distanzen und Geschwindigkeiten laufen. Betrachtet man die Anforderungsprofile der einzelnen Positionen etwas genauer, stellt man schnell fest, dass diese sehr variieren. So haben Verteidiger und Stürmer mehr Sprints auf 0-5 Meter und 0-10 Meter während es bei Mittelfeld Spielern darum geht, im Bereich 0-10 Meter und 0-20 (30) Meter Ihre Sprintleistungsfähigkeit aufrecht zu halten.

Es geht darum, unter welcher Belastungsintensität der Spieler den Test abbrechen muss und wie hoch zu diesem Zeitpunkt die Laktatkonzentration im Blut ist. Doch ist das alles eigentlich Richtig? Hemmt Laktat wirklich die Leistung?

Laktat

Jeder der schon mal mit Trainer Gesprochen hat kennt die Aussage, das Laktat für muskuläre Probleme verantwortlich ist und das es die Leistungsfähigkeit Begrenzt! Dies wird mit einer starken Zunahme der Laktatwerte Begründet bei denen die anaerobe Schwelle oder die Laktatschwelle Überschritten wird. Angeblich kann der Körper dann keine Energie mehr aus den aeroben Stoffwechselfaden generieren und der Stoffwechsel kippt zu anaeroben Energiebereitstellungen. Ergo müssen Wir eine Laktatdiagnostik machen und dann durch gezieltes Training die anaerobe Schwelle nach oben verschieben.

DAS IST EIN MYTHOS!!!!!

Die Frage ist wie und wann dieser Mythos Entstanden ist und wie die Wahrheit Aussieht!

Der Mythos das Laktat die Leistung mindert ist fast 1 Jahrhundert alt. Die Grundlage für die Laktattheroie legte Dr.Myerhoff im frühen 19 Jahrhundert, Dr. Myerhoff schnitt einen Frosch in der Mitte durch und legte die Beine in ein Gefäß. Dann gab er den Beinen Elektroschocks und nach ein paar Sekunden waren die Beine steif und es konnten keine weiteren Kontraktionen mehr produziert werden. Dr. Meyerhoff fragte sich warum und als er die Muskeln Untersuchte fand er riesige Mengen Laktat. Der Laktat Mythos wurde Geboren. Das war 1920.

Viele Sportwissenschaftler benutzen also Methoden die Annahmen fast 100 Jahre alt sind. Hat sich die Sportwissenschaft wirklich in 100 Jahren nicht Verändert!?

Wie genau hat Laktat die Ermüdung der Muskeln angeblich verursacht? Biochemiker glaubten, dass durch Laktat im Körper ein Proton gebildet wurde. Wenn sich die Protonen in lebendem Gewebe ansammeln, werden diese Gewebe sauer. Und wenn die Muskeln zu sauer werden, verlieren sie ihre Fähigkeit zu Kontrahieren.

Diese Erklärung wurde 1977 widerlegt, als der südafrikanische Biochemiker Wieland Gevers zeigte, dass die Reaktion die zu einer Laktatanhäufung führte tatsächlich ein paar freie Protonen Aufnahm und somit die muskuläre Azidose verhinderte, anstatt sie zu Fördern.

Neue Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Stoffwechselprozesse die zu einer Protonenbildung führen nichts mit Laktat zu tun haben.

Um das ganze für die Laktat-Ermüdungs-Theoretiker weiter zu Verschlimmern, wissen wir heute das Laktat nicht nur nicht zu muskulärer Azidose führt, sondern das die Muskeln niemals ein Säureniveau erreichen, dass zu einer Hemmung von Kontraktilen Fähigkeiten führt. Der normale PH Wert des Körpers ist ca. 7.4. Während intensiver Anstrengungen kann der PH Wert auf 7.0 Abfallen. Wenn Wir aber Muskelzellen, außerhalb des Körpers elektrisch Stimulieren tritt ein mechanisches Versagen bei einem PH Wert von 6.8 auf. Solange sich Sportler also nicht die Beine Abtrennen und sie dann mit einem Fön in die Wanne Werfen werden Sie nie einen PH Wert erreichen, der zu einem muskulären Versagen führt.

Laktat hemmt des Weiteren einen weiteren Ermüdungsprozess im Körper: Die Depolarisation! Muskelkontraktionen werden durch elektrische Ströme Angeregt. Jede Muskelkontraktion beinhaltet einen extrem schnellen Austausch von Natrium innerhalb der Zelle mit Kalium außerhalb der Zelle. Sie tauschen Quasi die Plätze. Dieser Prozess funktioniert dann am besten, wenn die elektrischen Ladungen innerhalb und außerhalb der Zelle unterschiedlich sind. Dies nennt man Polarisation. Zu Beginn von intensiven Belastungen, ist das Zellinnere gegenüber dem Zelläußeren stark positiv geladen. Dies erleichtert es dem Natrium und Kalium die Plätze zu Tauschen und die Zellmembran zu Passieren. Hält die intensive Belastung länger an, wird das Kalium schneller freigesetzt als es über die Natriumpumpen wieder zurück in die Zelle gebracht werden kann. Die daraus resultierende Ansammlung von Kalium außerhalb der Zelle führt zu einer Angleichung der Ladungen innerhalb und außerhalb der Zelle und somit zu weniger starken Muskelkontraktionen.

Diese Depolarisierung führt zu einer viel größeren Ermüdung als die Azidose. Aber welche Rolle spielt hier das Laktat?

Ole Nielsen von der Universität Aarhus hat gezeigt, dass diese Depolarisierung durch Laktat reduziert wird. Laktat verhindert eine Ermüdung durch Depolarisation. Wenn die Muskeln also wenig Laktat Produzieren, würden wir also viel schneller Ermüden.

Aber es geht noch weiter. Laktat verhindert nicht nur Ermüdung, sondern ist auch ein wichtiger Energieträger. George Brooks von der Universität Berkeley ist hier der Pionier der modernen Laktattheroie. Als er Ratten radioaktives Laktat gab, stellte er fest, dass es viel schneller als alle anderen Substanzen verstoffwechselt wurde. Er fand heraus, dass Laktat sehr Beweglich ist und die Wände der Muskelzellen sehr schnell passieren kann. Aus dem Blutkreislauf heraus wird es zu Muskeln und Organen(Leber,Herz,Gehirn) Transportiert und als Energieträger Verwendet. Laktat das die Leber erreicht wird dort zu Glukose Umgebaut und zur Energiegewinnung wiederverwendet. Das Laktat-Shuttle war geboren.

Zuerst zeigte Brooks das Ausdauertraining die Abgabe von Laktat reduziert ohne die Laktatproduktion innerhalb der Muskelzellen zu Verändern. Ein Hinweis das Laktat in den Muskelzellen zur Energiegewinnung benutzt wird.
75% des Laktats welches in einer Muskelzelle Gebildet wird, verlässt diese niemals! Wo liegt also der Sinn Laktat aus Blutstropfen zu bestimmen, wenn doch ein großer Teil des Laktats gar nicht im Blut nachweisbar ist???

Mit einem Konfokalen Mikroskop konnte Brooks 2006 zeigen, dass es einen aeroben Laktatstoffwechsel innerhalb der Zelle gibt. Er sah Transportproteine die Laktat zu den Mitochondrien brachten, Enzyme die die ersten Stufen des Laktatabbaus Katalysierten und Eiweiß komplexe die Sauerstoff benutzen um den Prozess der Energiebereitstellung zu Vervollständigen. Es gibt also eine direkte Verbindung zwischen aeroben und anaeroben Stoffwechselwegen. Der anaerobe Energiepfad ist tatsächlich ein unvollständiger aerober Energiepfad!

Während einer Trainingseinheit mit moderater Belastung wird ein Großteil der Kohlenhydrate aerob Verstoffwechselt und produziert überhaupt kein Laktat. Aber bei hohen Intensitäten wird der zweite Stoffwechselpfad – der Laktatpfad –aktiv um dem Muskel zwei verschiedene Wege zur Energiebereitstellung zur Verfügung zu Stellen. Bei diesem zweiten Stoffwechselpfad wird Glykogen ohne Sauerstoff zu Laktat umgebaut. Aber Brooks hat noch mehr interessante Entdeckungen gemacht! Hohe Laktatwerte in der Zelle führen zu einer Vermehrten Produktion von Radikalen die wiederum spezielle Gene aktivieren.
Einige dieser Gene führen zu einer Neubildung von Mitochondrien.

Wie lassen sich diese Ergebnisse also zusammenfassen:

Die klassische Laktat Theorie ging von Laktat als Leistungshemmendem Faktor aus. Somit sollte die Menge an Laktat die der Körper bei hohen Intensitäten Produziert reduziert werden, um eine Vorzeitige muskuläre Ermüdung zu Verhindern.

Die neue Laktat Theorie besagt, dass die oberste Priorität des Trainings eine Verbesserung der Energiebereitstellung durch Laktat bei hohen Trainingsintensitäten sein muss!

Wie wirkt sich das auf die Trainingspraxis aus?

In den vergangenen Jahren und leider auch heute noch, wurde das Training so Gesteuert, dass die anaerobe Schwelle selten oder niemals Überschritten wurde. Der Grund hierfür war wie gesagt die Annahme, dass hohe Laktatwerte die Leistung Hemmen. Die Begründungen für diese Annahmen habe ich in diesem Artikel Widerlegt.

Es ist natürlich richtig das der physiologische Stress mit Zunahme der Trainingsintensität zunimmt, und, dass es somit schwierig ist lange und gleichzeitig Intensiv zu Trainieren!

Aber Laktat ist hierfür nicht Verantwortlich! Wie Wir Gesehen haben lösen hohe Laktatwerte viele wichtige Stoffwechselprozesse aus.

Hier ein paar wichtige Hinweise für die Praxis von Patrick Wahl, Wilhelm Bloch und Joachim Mester:

  1. Die Blutlaktatkonzentration ist das Ergebnis eines multifaktoriellen Prozesses
  2. Blutlaktatkonzentrationen werden nicht nur durch die Glykolyse rate,sondern auch durch die Effizienz des Laktattransports reguliert.
  1. Training führt zu einer Verbesserung der Laktat- und H+-IonenTransportkapazität unterschiedlicher Gewebe.
  1. Diese gesteigerte Transportkapazität verbessert die pH-Regulationdes entsprechenden Gewebes (Verbesserung der in vivo Pufferkapazität).
  1. Anpassungen der MCTs bedürfen (besonders im Skelettmuskel) einer gewissen Trainingsintensität HIT
  2. Trainingsbedingte Veränderungen, aber auch scheinbare Stagnationender Laktatleistungskurve (Schwellen) im Verlauf eines Trainings müssen daher als Gescheheneines solchen multifaktoriellen Prozesses betrachtet werden. Positive Anpassungen müssen aufgrund der vielen Einflussfaktoren nicht immer im Laktat sichtbar werden und bedeuten nicht zwangsläufig eine Stagnation von Trainingseffekten.
  1. Laktatschwellen im Sinne von speziellen Punkten in der Laktatleistungskurve haben keine höhere Bedeutung für die Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung als andere
  2. Punkte der Kurve, d.h. Schwellenkonzepte sind daher zur Trainingssteuerung grundsätzlich zu hinterfragen.
  3. Beim Vergleich von Schwellen ist äußerste Vorsicht geboten.
  4. Hier spielt das verwendete Belastungsprotokoll (z.B. Stufendauer) eine grosse Rolle, da sich u.a. aufgrund der MCTs erst nach ca. 8 min ein Laktatgleichgewicht (steady state) einstellt.
  5. Neben dem verwendeten Belastungsprotokoll sind die Schwellen aber auch unterschiedlich definiert. So ist die im englischen Sprachraum verwendete anaerobic threshold (Wassermann) als Punkt des ersten messbaren Laktatanstiegs definiert. Die im deutschen Sprachraum fälschlicherweise verwendete 4 mmol-Schwelle (Mader) definiert hingegen den Bereich des Übergangs zwischen rein aerober und partiell anaerob-laktazider Energiebereitstellung (Anmerkung der Redaktion: was es nicht gibt).
  6. Es scheint, als existiere mehr ein Zeitfenster in dem die Laktatproduktion die Eliminations/-Verwertungs-Kapazität des Körpers übersteigt, weniger eine spezifische Schwelle. Es scheint daher angebracht, den Ausdruck anaerobe Schwelle durch eine funktionellere Beschreibung zu ersetzen, da weder eine eindeutige Schwelle existiert, noch die Muskulatur zu keinem Zeitpunkt komplett anaerob arbeitet. Hinzukommend impliziert der Ausdruck Schwelle eine Art negative Barriere,die vielfach so verstanden wird, dass sie nicht überschritten werden darf.
  1. Entgegen der teilweise doch weitverbreiteten Meinung, ist auch oberhalb der sog. anaeroben Schwelle der muskuläre Energiestoffwechsel überwiegend aerob. Bei einer Belastung nur knapp über dem maximalen Laktat steady state (maxLaSS) beträgt die anaerob-laktazide Energiebereitstellung nur ~2%, d.h. auch Belastungen im Bereich des Max beanspruchen hauptsächlich die aerobe Energiebereitstellung.
  1. In der Leistungsdiagnostik, insbesondere auf hohem Niveau, sollten immer mehrere Parameter erhoben werden (z.B. spirometrische Kenngrössen wie VO2max oder die Zeit bis zur Erschöpfung als critical power oder tlim).
  2. Laktat spielt eine wichtige Rolle als Signalmolekül bei Anpassungsprozessen.
  3. Je nach Zielsetzung sollte man im Training die Wirkung ausnutzen und z.B. auch passive Erholung zwischen intensiven Intervallen in Betracht ziehen, da evtl. Unterschiede bei den metabolischen Stimuli zu erwarten sind.
  1. Laktat ist ein wichtiger Energieträger und Energielieferant für die oxidative Energiebereitstellung und Hauptvorläufer für die Glukoneogenese. Ein Training sollte daher darauf abzielen,Transport- und Verstoffwechselungskapazitäten (Umverteilungsprozesse) zu trainieren.
  1. Laktat ist kein geeigneter Marker, um muskuläre Ermüdung zu diagnostizieren, und ist auch nicht Hauptfaktor von Ermüdungserscheinungen.

Und wenn Ihr Fußballer seid und den Test auf jeden Fall bestehe möchtet geht Ihr wie folgt vor:

Vor dem Test einen Teelöffel Kaisernatron,1g Beta Alanine,1g Citrulline und 5g Creatin mit Wasser mischen. Und hoppla hopp sind die Werte bei gleicher Belastung deutlich niedriger. Also vor dem ersten Test nichts nehmen und bei dem 2ten Test alle Substanzen, und die Leistungskurve steigt ganz ohne viel Aufwand.

Patrick Wahl1,2,3, Wilhelm Bloch2,3, Joachim Mester1,3

1 Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik,

2 Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin,

3 Das Deutsche Forschungszentrum für Leistungssport, Deutsche Sporthochschule Köln

https://breakingmuscle.com/healthy-eating/baking-soda-the-performance-supplement-you-are-missing

https://www.youtube.com/watch?v=lThFQM503EU

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2805372/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3345575/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3523107

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16775559

 

Der Penta Jump für die Power Diagnostik bei Fussballern!

2017/06/04 - Leave a Response

Der Fünfer Hopp oder Penta Jump wurde schon immer dazu benutzt die Power des Unterkörpers bei Sportlern aus verschiedenen Sportarten zu Untersuchen.Auch wenn die Penta Jump Leistung normalerweise durch die erreichte Sprungweite in Metern bestimmt wird,korreliert die Leistung in diesen Tests mit einigen physiologischen Markern.


Fünfzehn Elite Fussballer der tunesischen U23 Nationalmannschaft wurden im Penta Jump,Squat Jump,dem Countermovement Jump mit Armeinsatz und dem Beinstrecken/Beinbeugen  (90 Grad x s(-1) and 240 Grad x s(-1) getestet!

Die Pentajump Leistung wurde in Metern und in Relation zur Beinlänge und der Anthropometrie der Sportler bestimmt.Die Penta Jump Leistung korrelierte mit der Squat Jump Höhe und der Countermovement Jump Höhe.Die  relativen 5PJ- Werte korrelierten stark mit dem SJ  und der Arm-CMJ Höhe. Die 5PJ-Körpermasse korrelierte mit dem SJ (0.82, p < 0.0001) und der Arm-CMJ Spitzenleistung und der SJ und Arm-CMJ Maximalkraft. 5PJ und 5PJ-Körpermasse korrelierten mit der isokinetischen Beschleunigung beim Beinstrecken bei 240 Grad x s(-1) und dem Beinbeugen bei 90 Grad x s(-1) (0.67, p < 0.01).


Diese Studie zeigt,das der 5 PJ ein guter Test für die Bestimmung der Schnellkraft und der athletischen Leistung beim Fussball ist.


Die Verwendung von anthropometrischen Werten wie der Beinlänge und der Körpermasse können diagnostische Genauigkeit stark verbessern!

https://www.researchgate.net/publication/5415166_The_Five-Jump_Test_for_Distance_as_a_Field_Test_to_Assess_Lower_Limb_Explosive_Power_in_Soccer_Players